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Plastisol- vs. wasserbasierte Tintenübertragungen: Was ist der Unterschied?

8. September 20

Wenn Sie schon immer ein auffälliges Design auf ein T-Shirt, einen Hoodie oder eine Tragetasche drucken wollten, sind Sie wahrscheinlich schon auf Tintentransfers gestoßen. Sie sind eine der einfachsten Möglichkeiten, Kunstwerke auf Stoff zu bringen, ohne sich zu sehr in komplizierte Druckeinstellungen vertiefen zu müssen. Doch hier stellt sich die große Frage: Sollten Sie sich für Plastisol-Transfers oder wasserbasierte Tintentransfers entscheiden?

Beide sind beliebt und funktionieren gut, aber sie sind nicht dasselbe. Betrachten Sie sie als zwei verschiedene Malstile – der eine kräftig und ausdrucksstark, der andere sanft und subtil. Wir erklären, wie sie funktionieren, was sie unterscheidet und welcher Stil für Ihr nächstes Projekt am besten geeignet ist.

Plastisol-Tintentransfers: Das zuverlässige Arbeitspferd

Plastisol-Tinten gibt es seit Mitte des 20. Jahrhunderts und sie sind so etwas wie die Klassiker unter den Siebdruckfarben. Die Formel basiert auf PVC (ja, das gleiche Material, das auch in Rohren verwendet wird, nur viel weicher), gemischt mit einem Weichmacher. Anstatt an der Luft zu trocknen, härtet Plastisol erst beim Erhitzen aus – normalerweise auf etwa 149–166 °C. Dann verschmelzen Harz und Weichmacher und bilden eine feste Farbschicht direkt auf dem Stoff.

Warum Drucker es so lieben? Weil Plastisol unglaublich nachsichtig ist. Es trocknet nicht auf dem Sieb ein, sodass Sie es unbesorgt stehen lassen können. Restliche Tinte lässt sich einfach zurück in den Behälter schöpfen. Und wenn es um leuchtende, kräftige Drucke geht – insbesondere auf dunklen Stoffen – ist Plastisol unschlagbar.

Allerdings gibt es einige Nachteile. Die Tinte sitzt auf der Stoffoberfläche, sodass sich größere Drucke schwer und weniger atmungsaktiv anfühlen können. Wenn man versehentlich mit einem heißen Bügeleisen darüber fährt, kann die Tinte wieder schmelzen. Und aus ökologischer Sicht gibt die Verwendung von PVC und Weichmachern in Plastisol Anlass zur Sorge, insbesondere da große Bekleidungsmarken ihre Lieferanten zu umweltfreundlicheren Lösungen drängen.

Wasserbasierte Tintentransfers: Der umweltfreundliche Trendsetter

Anders verhält es sich bei wasserbasierten Tinten. Anstatt auf dem Stoff zu haften, ziehen sie in die Fasern ein. Das bedeutet, dass sich der fertige Druck superweich anfühlt – manchmal spürt man ihn kaum. In Sachen Tragekomfort ist das ein Gewinn.

Diese Tinten verwenden Wasser als Hauptträger, das beim Aushärten verdunstet. Sie können entweder im traditionellen Siebdruckverfahren oder neuerdings auch mit digitalen Verfahren wie Direct-to-Film (DTF) aufgetragen werden. Die digitale Variante wasserbasierter Transfers erfreut sich enormer Beliebtheit, da sie sehr detaillierte Designs – mehrfarbige Drucke, Farbverläufe und sogar fotoähnliche Kunstwerke – ohne mehrere Siebe ermöglicht.

Die Nachteile? Wasserbasierte Tinten trocknen schnell aus und können bei mangelnder Vorsicht das Sieb verstopfen. Außerdem dauert das Aushärten länger, da das Wasser verdunsten muss. Fügt man einen Katalysator hinzu, um den Vorgang zu beschleunigen, ist die Tinte plötzlich nur noch wenige Stunden haltbar – normalerweise nur noch wenige Stunden. Und wenn Sie auf dunkleren Stoffen drucken, benötigen Sie wahrscheinlich eine Unterlage, damit die Farben leuchtend bleiben.

Dennoch werden wasserbasierte Transfers für Marken, denen umweltfreundliche Prozesse wichtig sind oder die superdetaillierte Drucke wünschen, zur ersten Wahl.

Wie sie sich anfühlen und funktionieren

Hier unterscheiden sich die beiden Drucke deutlich. Plastisoldrucke haben eine leicht erhabene, manchmal schwerere Haptik. Viele Leute mögen sie für Grafiken im Vintage-Stil – sie wirken fast gewollt, wie ein altes Band-T-Shirt. Bei richtiger Aushärtung ist es außerdem extrem langlebig und hält vielen Wäschen stand.

Wasserbasierte Drucke hingegen sind leicht, atmungsaktiv und nahezu unsichtbar. Sie sind besonders beliebt bei Mode, bei der Komfort oberste Priorität hat. Allerdings kommen sie auf dunklen Kleidungsstücken nicht immer so gut zur Geltung, und der Produktionsprozess erfordert etwas mehr Fingerspitzengefühl.

Der Umweltaspekt

Dies ist ein heißes Thema in der Druckbranche. Die Reinigung von Plastisol erfordert Lösungsmittel, und ungehärtetes Plastisol kann je nach örtlichen Vorschriften als Sondermüll gelten. Obwohl ausgehärtetes Plastisol in der Regel unbedenklich ist, wird es aufgrund seiner PVC-Basis kritisch hinterfragt.

Wasserbasierte Tinten wirken umweltfreundlicher, da sie sich mit Wasser reinigen lassen. Das heißt aber nicht, dass sie umweltfreundlich sind. Das Spülwasser enthält noch Pigmente und Bindemittel, die nicht unbehandelt in den Abfluss gelangen sollten. Kurz gesagt: Sie sind umweltfreundlicher als Plastisol, erfordern aber dennoch einen verantwortungsvollen Umgang.

Welches sollten Sie also verwenden?

Wenn Sie viele Trikots mit auffälligen Logos oder Teamnamen produzieren, ist Plastisol unschlagbar. Es ist kostengünstig, extrem langlebig und zuverlässig.

Wenn Sie Modeartikel, Sonderanfertigungen oder andere Produkte bedrucken, bei denen Komfort und Umweltfreundlichkeit eine wichtige Rolle spielen, sind wasserbasierte Transfers die bessere Wahl. Die Drucke fühlen sich angenehmer an und die Gestaltungsmöglichkeiten sind nahezu unbegrenzt – insbesondere mit digitalen Verfahren wie DTF.

Wrapping It Up

Plastisol- und wasserbasierte Transfers stehen nicht in Konkurrenz zueinander, sondern dienen eher unterschiedlichen Zwecken. Plastisol ist wie ein robustes Arbeitstier – robust, zuverlässig und preisgünstig. Wasserbasierte Tinten hingegen entsprechen eher dem modernen Künstler – umweltbewusst, flexibel und detailorientiert.

Bei der Wahl des richtigen Druckverfahrens geht es nicht darum, welches „besser“ ist, sondern welches zu Ihrem Projekt passt. Benötigen Sie farbenfrohe Teamtrikots in großem Maßstab? Dann entscheiden Sie sich für Plastisol. Wünschen Sie sich eine weiche Modelinie mit detailreichen Motiven? Wasserbasierte Druckverfahren sind die Lösung. In jedem Fall sorgt das Verständnis der Stärken und Besonderheiten der einzelnen Verfahren dafür, dass Ihre Drucke gut aussehen und lange halten.


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